Hörversorgung ist Demenzvorsorge

26.08.2021 | 2021, Allgemein, Pressemeldungen

Handeln statt warten: Mit einem kurzen Fragebogen erste Hörverluste sofort erkennen

Unbehandelte Altersschwerhörigkeit schränkt die Lebensqualität massiv ein und kann das Risiko für Krankheiten wie Demenz oder Depression erhöhen. Trotzdem werden Vorsorgeangebote wie Hörtests beim Hörakustiker oder beim HNO-Arzt nur lückenhaft wahrgenommen. Laut einer aktuellen Befragung hat ein Viertel der ü-50-jährigen noch nie einen Hörtest gemacht. Der Bundesverband der Hörsysteme-Industrie (BVHI) fordert daher gemeinsam mit HNO-Ärzten und Hörakustikern, regelmäßige Hör-Checks per Fragebogen ab dem 50. Lebensjahr in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufzunehmen.

Ab 50 Jahren lässt unser Gehör oft deutlich nach –  in vielen Fällen schleichend, manchmal sogar jahrelang unbemerkt – und unbehandelt. Fast zwei Millionen Deutsche, die sich selbst als schwerhörig einschätzen, verzichten dennoch auf eine ärztliche Diagnose (EuroTrak Germany 2018). Die gesundheitlichen Folgen – über den Hörverlust hinaus – können gravierend sein: Der Zusammenhang zwischen Schwerhörigkeit und einem höheren Demenzrisiko ist wissenschaftlich belegt. Menschen, deren Hörminderung unversorgt bleibt, schlafen nachweislich schlechter, sind gestresster und einem höheren Unfallrisiko ausgesetzt. Die Versorgung einer Hörminderung mit Hörsystemen senkt Gesundheitsrisiken und steigert die Lebensqualität.

Ein Viertel der ü-50-jährigen hat noch nie einen Hörtest gemacht! Darum braucht es einen Hör-Check ab 50! 

Hörtest ab 50 - Argumente - keinen Hörtest 25 Prozent

Laut einer aktuellen Civey-Befragung sind sich sechs von zehn Deutschen darüber im klaren, dass eine unversorgte Hörminderung zu sozialer Isolation führen kann. 43 Prozent halten Depressionen als Folge unbehandelter Schwerhörigkeit für möglich, und immerhin 26 Prozent zeigen sich über den Zusammenhang zwischen Hörminderung und Demenz informiert. Gleichzeitig liegt bei 21 Prozent der ü-50-jährigen der letzte Hörtest mehr als fünf Jahre zurück; ein Viertel der Befragten hat noch nie einen gemacht.

Um die Vorsorgebereitschaft hörgeminderter Menschen zu erhöhen und dadurch Folgeerkrankungen & -kosten in Milliardenhöhe zu vermeiden, plädieren auch HNO-Ärzte für einen fragebogenbasierten Hör-Check als Teil der regulären Vorsorgeleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Beantwortung des kurzen Fragebogens zum Hörverhalten lässt sich z.B. beim Besuch eines ü-50 Patienten in einer (beliebigen) Arztpraxis schnell und unkompliziert durchführen. Bei Auffälligkeiten folgt die Überweisung an einen HNO-Facharzt. Dem geringen Aufwand stehen gewaltige Einsparpotentiale gegenüber: 39 Milliarden Euro betragen die Kosten für unversorgte Hörminderungen in Deutschland – pro Jahr. (Hearing Loss – Numbers and Costs 2019).

Hörtest ab 50 - Argumente - Mini-Hörcheck Demenz Prävention

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Pressekontakt


Katarina Sipple
Referentin PR und Events
Tel.: +4969-664263411
E-Mail: info@bvhi.org

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